Präventionskurse für Kinder – Mädchen und Jungen (1. bis 4. Klasse)

“Starke Kinder haben es leichter!”

Auch die Grundschule wird von Konflikten und Gewalt in vielfältigen Formen nicht verschont. Wenngleich das Ausmaß im Vergleich zu anderen Schularten (noch) geringer ist, so stellt Gewalt doch auch hier ein gravierendes Problem dar. Verbale Grenzüberschreitungen, Mobbing, Ausgrenzung, Drohungen, Erpressungen oder körperliche Gewaltanwendungen zerstören nicht nur die Grundlagen des Zusammenlebens- und -lernens, sie stellen auch den Lernerfolg in Frage. (Quelle: Handbuch Gewaltprävention für die Grundschule und die Arbeit mit Kindern, Autor Günther Gugel, Geschäftsführer Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.)

Kinder stark und selbstbewusst machen, unter diesem Motto führen WSD Präventionstrainer/innen mit 6-10-Jährigen an Grundschulen Selbstbehauptungskurse durch. An 6 Kurstagen treffen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer WSD Präventionstrainerin bzw. ihrem Präventionstrainer, um in Rollenspielen kritische Situationen zu erkennen und gute und schlechte Gefühle unterscheiden zu lernen.

An erster Stelle steht, den teilnehmenden Kindern richtige Verhaltensweisen zu vermitteln und ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu stärken. Dabei ist die Mitwirkung der Eltern ein entscheidender Faktor. Die WSD Präventionskurse für Kinder können nur dann erfolgreich und nachhaltig sein, wenn parallel zu den Kursen im Elternhaus eine präventive Erziehung stattfindet Auf dem vorangehenden Elternabend werden Kriterien wie Vertrauen, Respekt vor dem Persönlichkeitsbereich anderer und eine Erziehung, die nicht auf unbedingtem Gehorsam beruht angesprochen. An Beispielen täglich vorkommender Situationen erörtert die WSD Präventionstrainerin gemeinsam mit den Eltern, wo Erwachsene ein Nein akzeptieren sollten und wo nicht.

Verhaltensweisen

An sechs Nachmittagen wird den Schülerinnen und Schülern richtige Verhaltensweisen vermittelt z. B. mit altersgerechten Rollenspielen. Durch viel Lob, einfühlsam und mit Humor, aber auch einprägsam, werden den Kindern Grundregeln vermittelt wie z. B. "Ich darf bei schlechten Gefühlen nein sagen", "Ich kann meinen Eltern alles erzählen", "Meine Eltern wissen immer wo ich bin", "Ich achte auf meine Freunde und Mitschüler". Oberstes Prinzip ist dabei immer, den Kopf einzuschalten, ein deutliches Nein in allen Situationen, in denen ein ungutes Gefühl besteht und bei kritischen Situationen sofort nach Hause zu laufen und entsprechende Vorfälle unbedingt den Eltern mitzuteilen.

In den Präventionskursen werden keine Feindbilder aufgebaut und nicht mit Ängsten gearbeitet. Das Ziel ist, die Kinder zu stärken und ein natürliches Selbstvertrauen aufzubauen. Denn selbstbewusste Kinder sind weniger gefährdet und haben es leichter im Leben.

WSD Präventionskurse für Kinder im Grundschulalter werden seit 1997 bundesweit in Schulen unterrichtet.

Kursdauer: 6 x 1 Stunde