WSD Kursprogramme für Jugendliche (Sekundarstufe)

“Starke Jugendliche haben es leichter!” - Klassenprojekte im Rahmen des Sozialcurriculum

Sowohl das Thema Gewaltprävention als auch das Thema Suchtprävention stehen im Brennpunkt heutiger Diskussionen an Schulen. Konsequenterweise bieten WSD Persönlichkeits- und Präventionstrainer/innen folgende gewalt- und suchtpräventive Kurskonzepte für Schulen an:

gewaltprävention schule

Verhalten in Gewaltsituationen – zwischen Selbstschutz und Zivilcourage (Klassen 7-9)

Fair play! Faires Miteinander in der Klasse und auf dem Schulhof (Klassen 5-7)

Grenzüberschreitungen rechtzeitig begegnen (Klasse 7-13; nur Mädchen)

Alkohol und Drogen: Nein -  Danke! (Klassen 5-7)

Ziele der Kursprogramme:

  • Die Kinder und Jugendliche sollen ihre eigenen Stärken entdecken und entfalten.
  • Aus selbstbewussten Kindern und Jugendlichen werden selbstbewusste und verantwortungsbewusste Erwachsene.
  • Ein Jugendlicher, der sich seiner inneren Stärke bewusst ist, sagt Nein zu Drogen.
  • Ein selbstbewusstes Kind/Jugendlicher hat eine positive Lebenseinstellung und nimmt somit automatisch eine positive Grundhaltung gegenüber seiner Umwelt ein.
  • Starke Kinder und Jugendliche wehren sich mit Worten und achten auf ihre Freunde und Mitschüler.

Am Beispiel: Verhalten in Gewaltsituationen – zwischen Selbstschutz und Zivilcourage

suchtprävention schule
  • Die Schüler/innen sollen in Gewaltsituationen unter Abwägen ihrer individuellen Ressourcen adäquate Hilfe leisten können.
  • Schulung der Wahrnehmung und Sensibilisierung für Problem- und Gewaltsituationen, aber auch für Diskriminierungen und Beleidigungen.
  • Wahrnehmung von und Umgang mit eigenen Ängsten.
  • Kennenlernen von adäquaten Möglichkeiten, wie Opfern in Übergriffsituationen Hilfe geleistet werden kann.
  • Realistisches Einschätzen der eigenen Möglichkeiten zur Hilfestellung in der jeweiligen Situation.
  • Kommunikationstechniken zur Deeskalation.
  • Selbstsicheres Auftreten in kritischen Situationen durch Einsatz von Körpersprache und verbaler Mittel.
  • Bewusstmachung von Situationen bzw. Örtlichkeiten, von denen eine höhere Gefährdungslage ausgeht.
  • Grundlagen Selbstschutz (Notwehrtechniken).

gewaltprävention sekundarstufe Pädagogische Basis

Lernen kann nur in einem Klima der Sicherheit und Anerkennung gelingen. Schulische Lernerfolge sind nicht nur von kognitiven Fähigkeiten und Leistungen abhängig, sondern immer auch von sozialen Gegebenheiten. Deshalb berührt Gewaltprävention und Umgang mit Konflikten die Basis des Lernens. Wenn soziales Lernen gefördert, die Kommunikation verbessert und Konflikte konstruktiv bearbeitet werden, so wirkt sich dies unmittelbar auf die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler aus. Darüber hinaus wird die Schule zu einem Ort des gewaltfreien Miteinanders, an dem man sich wohl fühlen kann (Günther Gugel, Handbuch Gewaltprävention I).

Unterrichtsmethodik

  • Selbstwertgefühle vermitteln
  • Fortschritte aufzeigen
  • Zu deutlichem Abgrenzen auffordern
  • Positive Gefühle verankern

Positive Verstärkung und Wir-Bezugsebene sind wesentliche pädagogische Elemente der WSD Methode. Seinen hohen Motivationscharakter erhält der Unterricht durch das Bewusstwerden der individuellen Leistungssteigerung im physischen und psychischen Bereich.

Evaluation

Das WSD Kurskonzept zum Unterrichten von Jugendlichen wurde durch das Institut für Medizinische Psychologie im Zentrum für Psychosoziale Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg unter der Projektleitung von Dr. Henrik Jungaberle und Dr. Jens Ullrich evaluiert. Fazit des Abschlussberichts:

  1. Es wird die allgemeine Selbstwirksamkeit der Schüler in der Interventionsgruppe signifikant erhöht. Selbstwirksamkeit ist ein weit verbreitetes Maß zur Erfolgsmessung von Interventionen im psychosozialen Bereich. Die Schüler profitieren also in ihrer Überzeugung, schwierige Aufgaben im täglichen Leben selbstständig meistern zu können.
  2. Ebenfalls erfolgreich war das WSD-Teeny-Konzept darin, die Überzeugung der Schüler zu verbessern, sozial kompetent für ihre Rechte einstehen zu können (z.B. besser etwas einfordern zu können). Die diesbezügliche Verbesserung war innerhalb der Untersuchungsgruppe überzufällig größer als innerhalb der Kontrollgruppe.
  3. Außerdem ergab sich, dass auf keiner der eingesetzten standardisierten Skalen ein negativer Effekt erzielt wurde – ein Aspekt, der häufig missachtet wird, aber von einer seriösen Intervention auf jeden Fall zu erfüllen ist.
Die Effektivität des WSD-Teeny-Kurses bei der Verbesserung von Selbstbehauptungsfähigkeit kann somit als wissenschaftlich belegt gelten. >>mehr<<

Finanzierung

Die Kosten für die Kursprogramme werden in der Regel über Förderer finanziert.